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4. Naumburger Gespräch: Branchendialog der MIG fördert Austausch zum Mobilfunkausbau in ländlichen Regionen und an Bahnstrecken

Naumburg (Saale) / 17. Juni 2026 – Auf Einladung der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) treffen sich heute die Mobilfunkbranche sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Behörden, Kommunen und Verbänden zum 4. Naumburger Gespräch, um sich über den Stand des Mobilfunkausbaus in Deutschland, dabei gemachte Erfahrungen sowie Fortentwicklungspotenziale zu informieren und auszutauschen. Ein Schwerpunktthema ist u.a. die Mobilfunkversorgung entlang von Bahnstrecken. 

Keynotes halten Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Gertrud Husch, Ministerialdirektorin im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Moderiert und wissenschaftlich begleitet wird die Tagung von Prof. Dr. Thomas Fetzer, Rektor der Universität Mannheim und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Regulierungsrecht und Steuerrecht an der Universität Mannheim.

Patrick Schnieder MdB, Bundesminister für Verkehr: „Moderner Mobilfunk und eine stabile Internetverbindung mit Gigabit-Datenraten: Reisende wollen und erwarten das, wenn sie mit der Bahn unterwegs sind. Das ist nicht mehr freiwillige Kür, sondern Pflicht und Grundbedingung für einen attraktiven, kundenfreundlichen Bahnverkehr. Deshalb treiben wir 5G am Gleis mit Pilotprojekten voran. Außerdem steht bis zum Jahr 2035 eine vollständige Modernisierung des Bahnfunks entlang von 33.000 Kilometern Schienennetz an. Das bietet eine einmalige Chance, Bahn- und Mobilfunk für die Kunden zusammenzubringen. Bei diesem bundesweiten Technologie- und Infrastrukturprojekt könnte die Mobilfunkinfrastruktur-gesellschaft MIG entscheidend helfen. Sie ist ein Kompetenzzentrum für den Mobilfunkausbau und kann unterschiedliche Interessen der Beteiligten zu Lösungen zusammenbringen. Derzeit prüfen wir, ob und inwieweit uns die MIG beim Ausbau des Bahnfunks und beim Ausbau von 5G am Gleis unterstützen kann. Das ist nicht nur aus fachlicher Sicht wichtig, sondern würde auch der MIG eine zusätzliche Perspektive eröffnen und Arbeitsplätze sichern.“

Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: „Beim Mobilfunkausbau haben wir nun endlich große Fortschritte gemacht – auch dank der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG). Die Bundesregierung bekennt sich in ihrem Koalitionsvertrag zur MIG: Wir möchten weiterhin bedarfsgerecht den Ausbau der Mobilfunknetze unterstützen und den Standort Naumburg einschließlich der aufgebauten Kompetenzen sichern. Für das BMDS sind die Einführung modernen Bahnfunks und eine bessere Versorgung der Mobilfunkkundinnen und Kunden wichtige Digitalisierungsprojekte, die wir gemeinsam mit dem BMV umsetzen wollen. Ergänzend prüfen wir, wie die MIG als Sprungbrett dafür dienen kann, den IT-Einkauf des Bundes von Grund auf neu zu gestalten und zukunftsfest zu machen. Dafür werde ich mich in der Bundesregierung stark machen.“

Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt: „Eine gute Mobilfunkversorgung gehört heute zur Grundversorgung. Die Menschen erwarten, dass sie zu Hause, unterwegs und bei der Arbeit zuverlässig erreichbar sind. In Sachsen-Anhalt haben wir beim Ausbau in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Darauf können wir stolz sein. Gleichzeitig arbeiten wir weiter daran, die letzten Versorgungslücken zu schließen. Die MIG leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Dass der Standort in Naumburg nun eine langfristige Perspektive erhalten soll, ist eine gute Nachricht für die Region, für die Beschäftigten und für den Mobilfunkausbau in ganz Deutschland.“

Ernst Ferdinand Wilmsmann, Geschäftsführer der MIG: „Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Gäste zu unserer Fachtagung gekommen sind. Das zeigt: Die Naumburger Gespräche sind inzwischen fester Bestandteil im Terminkalender der am Mobilfunkausbau beteiligten Akteure. Die MIG hat sich in den fünf Jahren ihres Bestehens als kompetenter und engagierter Ansprechpartner und neutraler Anwalt für den Mobilfunkausbau etabliert. Denn überall dort, wo Menschen wohnen, arbeiten, ihre Freizeit verbringen und unterwegs sind, muss es eine gute Mobilfunkabdeckung geben. Daher sind wir auch gerne bereit, den Mobilfunkausbau entlang von Bahnstrecken mit unserer Expertise künftig zu unterstützen.“

Beim 4. Naumburger Gespräch diskutieren Expertinnen und Experten in drei Panelrunden die Themen „Eigenwirtschaftlicher und geförderter Mobilfunkausbau – Erfolge, Herausforderungen“, „Mobilfunkversorgung und -ausbau entlang von Bahnstrecken – Ziele, Herausforderungen, Umsetzung und Unterstützungsbedarf“ sowie „Anbindung von Mobilfunkinfrastruktur mit Strom, Glasfaser, Zuwegung – Herausforderungen und Beschleunigungsmöglichkeiten“. 

An der Veranstaltung, die traditionell in der Marienkirche am UNESCO-Weltkulturerbe Naumburger Dom stattfindet, nehmen über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem politisch-parlamentarischen Bereich von Bund und Ländern, von Bundes- und Landesbehörden, von Mobilfunkunternehmen, Verbänden sowie aus Landkreisen und Kommunen teil. 

Pressekontakt

Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH
Dr. Kerstin Küpperbusch
Leiterin Kommunikation und Dialog
Mobil +49 (0) 151 22848652
kerstin.kuepperbusch@netzda-mig.de

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