
Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) hat zum 4. Naumburger Gespräch am 17. Juni erneut zentrale Akteure aus Mobilfunkbranche, Politik, Kommunen und Verbänden zusammengebracht. Rund 130 Teilnehmer folgten der Einladung in die Marienkirche im historischen Ensemble des Naumburger Doms, um sich zu aktuellen Themen rund um den Mobilfunkausbau in Deutschland auszutauschen.
Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte MIG-Geschäftsführer Ernst Ferdinand Wilmsmann die Gäste. Er betonte: „Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Gäste zu unserer Fachtagung gekommen sind. Das zeigt: Die Naumburger Gespräche sind inzwischen fester Bestandteil im Terminkalender der am Mobilfunkausbau beteiligten Akteure. Die MIG hat sich in den fünf Jahren ihres Bestehens als kompetenter und engagierter Ansprechpartner und neutraler Anwalt für den Mobilfunkausbau etabliert.“
Auf drei Fachpanels, traditionell moderiert von Prof. Dr. Thomas Fetzer, Rektor der Universität Mannheim und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Regulierungsrecht und Steuerrecht, wurde über die Erfolge und Probleme im eigenwirtschaftlichen und geförderten Ausbau, die künftige Mobilfunkversorgung entlang von Bahnstrecken sowie die Anbindung von Mobilfunkmasten an Strom- und Glasfasernetze – eine der größten Herausforderungen beim Ausbau der mobilen Netze – diskutiert.
Dabei zeigte sich erneut: Der Ausbau von Mobilfunknetzen funktioniert nur dann, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Sei es, wenn es darum geht, die letzten verbleibenden „weißen Flecken“ in der Mobilfunkversorgung zu schließen, Mobilfunkmasten mit Strom und Glasfaser zu versorgen oder das neue Bahnsteuerungs- und Sicherheitssystem Future Mobile Railway Communication System (FRMCS) aufzubauen, das in den kommenden Jahren auch Bahnreisende mit einer schnellen Internetverbindung versorgen könnte.
Mit Blick auf die Mobilfunkversorgung entlang der Schienenwege erklärte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder MdB, der eigens zur Fachtagung angereist war: „Moderner Mobilfunk und eine stabile Internetverbindung mit Gigabit-Datenraten: Reisende wollen und erwarten das, wenn sie mit der Bahn unterwegs sind. Das ist nicht mehr freiwillige Kür, sondern Pflicht und Grundbedingung für einen attraktiven, kundenfreundlichen Bahnverkehr.“
Zugleich verwies er auf die bevorstehenden Investitionen in die Infrastruktur: „Außerdem steht bis zum Jahr 2035 eine vollständige Modernisierung des Bahnfunks entlang von 33.000 Kilometern Schienennetz an. Das bietet eine einmalige Chance, Bahn- und Mobilfunk für die Kunden zusammenzubringen.“ Bei der Umsetzung dieser umfangreichen Aufgabe soll die MIG künftig eine wichtige Rolle übernehmen. „Sie ist ein Kompetenzzentrum für den Mobilfunkausbau und kann unterschiedliche Interessen der Beteiligten zu Lösungen zusammenbringen“, erklärte der Minister in seinem Grußwort.
Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze stattete der Fachtagung einen Besuch ab und hob die Bedeutung einer leistungsfähigen Mobilfunkversorgung, gerade im ländlichen Raum hervor: „Eine gute Mobilfunkversorgung gehört heute zur Grundversorgung. Die Menschen erwarten, dass sie zu Hause, unterwegs und bei der Arbeit zuverlässig erreichbar sind.“
Zugleich verwies er auf die Fortschritte im Land und die Bedeutung der MIG für den weiteren Ausbau: „In Sachsen-Anhalt haben wir beim Ausbau in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Darauf können wir stolz sein. Gleichzeitig arbeiten wir weiter daran, die letzten Versorgungslücken zu schließen. Die MIG leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“
Dass der Standort Naumburg eine langfristige Perspektive erhalten soll, begrüßte Schulze ausdrücklich: „Das ist eine gute Nachricht für die Region, für die Beschäftigten und für den Mobilfunkausbau in ganz Deutschland.“
Das 4. Naumburger Gespräch zeigte erneut, dass die Herausforderungen beim Mobilfunkausbau groß bleiben und sich die ganze Branche auch in Zukunft neuen Herausforderungen stellen muss. Die MIG wird sich diesen Aufgaben stellen und auch in Zukunft für eine gute Versorgung einsetzen.