
Ohne Strom kein Mobilfunk – dieses Thema stand im Mittelpunkt des fachlichen Austauschs zur Stromanbindung von Mobilfunkstandorten, an dem wir als MIG in dieser Woche im Innenministerium in Baden-Württemberg teilgenommen haben.
Gerade im geförderten Mobilfunkausbau ist die Stromversorgung ein kritischer Erfolgsfaktor. Unser Fokus lag dabei auf Gebieten, die nicht eigenwirtschaftlich ausgebaut werden können, weil die Erschließungskosten hoch sind oder die Standorte in geografisch besonders herausfordernden Lagen liegen. Aus unserer Praxis wissen wir: Nicht selten wird die Stromanbindung zum zeitkritischen Faktor – etwa durch lange Anschlusszeiten, komplexe Abstimmungsprozesse oder hohe Netzanschlusskosten.
Der Termin, der auf Anregung des Runden Tischs Mobilfunk zurückging, brachte die Perspektiven von Mobilfunknetzbetreibern und Tower Companies sowie Verteilnetzbetreibern zusammen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Umweltministeriums sowie der Verbände VfEW und VKU haben wir bestehende Herausforderungen offen diskutiert und mögliche Lösungsansätze erörtert, um Prozesse effizienter und planbarer zu gestalten. Unser Kollege Andreas Kreisel hat sich mit einem abgestimmten Impulsvortrag eingebracht und die Erfahrungen der MIG aus der Umsetzung geförderter Projekte geteilt – insbesondere dort, wo technische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen besonders anspruchsvoll sind.
Unser Fazit aus dem Austausch: Die Stromanbindung ist kein Randthema, sondern häufig der entscheidende Hebel für einen erfolgreichen und zügigen Mobilfunkausbau. Beschleunigung gelingt nur durch frühzeitige Abstimmung und ein gemeinsames Verständnis der jeweiligen Anforderungen. Wir freuen uns, diesen Dialog weiterzuführen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.